Zeit für einen neuen Post - der Letzte war viel zu lange her! ;)
Achtung: GESCHICHTELASTIG
Heute morgen um sieben gings also nach Boston. Schnell Sandwiches gemacht und ab ins Auto, zwei Stunden fahren. Nicht sehr spannend, Boston dafür umso mehr. Ich hatte mich ja freiwillig für Boston und nicht für New York entschieden weil - und das klingt jetzt gar nicht streberhaft oder so - scheiß auf den Big Apple, Boston hat mehr Geschichte (und dadurch mehr Klasse).
Nach einer Weile Parkhaus suchen, das nicht ab 15$ anfängt haben wir einen im Common Park gefunden, genau da wo der Freedom Trail anfängt. Dazu später mehr weil wir zuerst mit der Metro nach Cambridge fahren um die nächste Ultra-Uni zu gucken: Harvard. Genau pünktlich zur Tour gings los mit Ryan, unserem netten, schwarzen Tourguide. Der erzählt uns allerlei witziges Zeug über die Uni, sehr interessant. Am besten war die Bibliothek (zweitgrößte der USA, blabla).
Wurde errichtet zu Ehren eines Absolventen Harvards, der auf Büchertour nach Europa gefahren ist und dann 1912 mit einem hübschen, exklusiven Erste-Klasse-Ticket auf einem hübschen Dampfer mit viel Drama und Liebespaar und einem Abstecher in das wunderbare Eismeer zurückzufahren. Als das Schiff dann den Eisberg schrammte und Harry Elkins Widener, dem ja durch sein Ticket ein Rettungsboot zur Verfügung stand, losrannte und sich seinen Platz ergatterte, fiel dem Herrn aber ein, dass er seine Bücher vergessen hatte. Er rannte also zurück zur Kabine, sammelte seine teuren Bücher ein und rannte zurück, um den Rettungsbooten beim Wegschwimmen und zusammen mit Leonardo DiCaprio zu Sinken. Harrys Mutter war natürlich sehr traurig und bot Harvard 3,5 Mio. Dollar, damals sehr viel mehr wert als heute übrigens, wenn die Bibliothek dem Jungen gewidmet sein würde. Allerdings unter drei Bedingungen: Die Erste: Kein Stein darf jemals geändert werden. Deshalb erstrecken sich die 50 Meilen Bücherregale jetzt auch 5 Stockwerke unterirdisch. Die Zweite: Es muss einen privaten Leseraum für zwei Personen geben. Ein Stuhl davon ist für den Geist des Verstorbenen. (Amerikaner!) Die Dritte: Jeder Harvard-Student muss Schwimmen können. Gilt heute aber nicht mehr.
Okay, das war Harvard. Coole Uni, verfeindet mit Yale University und Princeton University, einfach weil sie die Besten sind. Und die Kosten für die Stundenten enorm ;)
Zurück in Boston fingen wir mit dem Freedom Trail an, einem Weg, der durch die ganze Stadt Boston zu allen wichtigen, historischen Gebäuden führte. Bürgerkriegsgeschichte hautnah und so. Wir sind meistens nicht in die Gebäude reingegangen, weil sie nicht größer als eine kleine Kirche waren und 5$ Eintritt gekostet haben, aber von außen trotzdem interessant ;) Wir waren auf zwei der drei ältesten Friedhöfe Bostons (und vermutlich der USA). Ziemlich abgefahren, zwischen 300 Jahre alten Gräbern rumzulaufen. Waren am Grab von einem wichtigen Konstitutionellen, Samuel Adams und haben das Franklin Monument zu Ehren Ben Francklins Eltern gesehen. Die meisten Grabsteine waren 40-90% im Erdboden versunken, aber die noch Lesbaren waren faszinierend. Achtung: GESCHICHTELASTIG
Heute morgen um sieben gings also nach Boston. Schnell Sandwiches gemacht und ab ins Auto, zwei Stunden fahren. Nicht sehr spannend, Boston dafür umso mehr. Ich hatte mich ja freiwillig für Boston und nicht für New York entschieden weil - und das klingt jetzt gar nicht streberhaft oder so - scheiß auf den Big Apple, Boston hat mehr Geschichte (und dadurch mehr Klasse).
Nach einer Weile Parkhaus suchen, das nicht ab 15$ anfängt haben wir einen im Common Park gefunden, genau da wo der Freedom Trail anfängt. Dazu später mehr weil wir zuerst mit der Metro nach Cambridge fahren um die nächste Ultra-Uni zu gucken: Harvard. Genau pünktlich zur Tour gings los mit Ryan, unserem netten, schwarzen Tourguide. Der erzählt uns allerlei witziges Zeug über die Uni, sehr interessant. Am besten war die Bibliothek (zweitgrößte der USA, blabla).
Wurde errichtet zu Ehren eines Absolventen Harvards, der auf Büchertour nach Europa gefahren ist und dann 1912 mit einem hübschen, exklusiven Erste-Klasse-Ticket auf einem hübschen Dampfer mit viel Drama und Liebespaar und einem Abstecher in das wunderbare Eismeer zurückzufahren. Als das Schiff dann den Eisberg schrammte und Harry Elkins Widener, dem ja durch sein Ticket ein Rettungsboot zur Verfügung stand, losrannte und sich seinen Platz ergatterte, fiel dem Herrn aber ein, dass er seine Bücher vergessen hatte. Er rannte also zurück zur Kabine, sammelte seine teuren Bücher ein und rannte zurück, um den Rettungsbooten beim Wegschwimmen und zusammen mit Leonardo DiCaprio zu Sinken. Harrys Mutter war natürlich sehr traurig und bot Harvard 3,5 Mio. Dollar, damals sehr viel mehr wert als heute übrigens, wenn die Bibliothek dem Jungen gewidmet sein würde. Allerdings unter drei Bedingungen: Die Erste: Kein Stein darf jemals geändert werden. Deshalb erstrecken sich die 50 Meilen Bücherregale jetzt auch 5 Stockwerke unterirdisch. Die Zweite: Es muss einen privaten Leseraum für zwei Personen geben. Ein Stuhl davon ist für den Geist des Verstorbenen. (Amerikaner!) Die Dritte: Jeder Harvard-Student muss Schwimmen können. Gilt heute aber nicht mehr.
Okay, das war Harvard. Coole Uni, verfeindet mit Yale University und Princeton University, einfach weil sie die Besten sind. Und die Kosten für die Stundenten enorm ;)
Kurz in die King's Chapel geguckt, die älteste anglikanische Kirche der USA. Der Britische König wollte die errichtet haben, aber irgendwie wollte kein Bostoner Platz auf seinem Grundstück für eine blöde englische Kirche machen, also musste sie außerhalb des damaligen Boston errichtet werden. Haha, britisches Empire.
Noch mehr gab es dann in Richtung Hafen. Dort stand ich am Platz des sehr bekannten Boston Massacre (ein Schneeball, 5 Tote) vor knapp 250 Jahren. Dann gings zum Boston Harbor und wir haben eine zufällige Inszenierung der Boston Tea Party an Bord eines nachgebauten Schiffes mitansehen können. Jubelnde Amerikaner, die Kisten ins Wasser schmeißen. Das ist eine Tradition in Boston und wird wohl sehr oft gemacht.
Dennoch, sehr schön.
Zurück in einer Fußgängerzone noch Abendessen und zurück zum Auto. Die Hälfte des Freedom Trails leider nicht gemacht weil spät und Füße aua. Und weit! Und der interessanteste Teil lag bereits hinter uns.
Sooo, long story short: Geschichte rockt mehr als man denkt und Boston ist eine tolle Stadt.
Ich hoffe, ich langweile euch nicht zu sehr? ;)
Bis bald!
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